Schnitzeljagt Part 2

Nachdem Frühstück dauerte es nicht mehr lange bis wir zur Landung in Peking ansetzten. Ab hier waren wir schon mega-auferegt und mega-stolz. Wir setzen das erste Mal Fuß auf den asiatischen Kontinent. Schon im Flugzeug versorgt man uns mit Infos zu den Anschlussflügen. Wir müssen zu Gate E24. Okay. Soweit so gut. Nach der Landung haben wir circa 1 Stunde und 20 Minuten dieses Gate zu finden. Am Flughafen sind aber tatsächlich – wer hätte es gedacht – alle Durchsagen auf Chinesisch. In Peking angekommen suchen wir also nach verwertbaren Infos wie wir zum Gate kommen. Am Informationsdesk hat man meine Anfrage, ohne mich zuende sprechen zu lassen sofort mit „Transfer is downstairs“ abgewimmelt. Sehr viel wollte man hier nicht mit uns sprechen. „Downstairs“ wartete eine weitere Kontrolle des Handgepäcks und eine Sicherheitsschranke mit Metalldetektor. Auch hier befand man uns für okay und wir durften weiter. Glücklicherweise ist der Flughafen in Peking nicht so ein Megakomplex wie in Frankfurt, denn sonst wäre das mit der Umsteigezeit knapp geworden. Als wir endlich Richtung Gate E24 durften, war es schon nach 12:20 Uhr Ortszeit. Ab 12:20 Uhr darf man schon einsteigen. D. h. die ersten Passagiere sitzen schon, während wir noch laufen. Nach einer kurzen Strecke sind wir jedoch auch mit an Bord.

Der Flieger in dem wir jetzt sitzen ist wesentlich kleiner, älter und abgenutzter. Nicht so komfortabel wie eben, aber hiermit sind wir auch nur noch circa 3 Stunden unterwegs. Den größten Teil des Weges haben wir schon lange hinter uns. Ab hier sollte das alles ein Zuckerschlecken werden, dachte ich mir. Der Flug ging auch relativ schnell um. Circa 30-60 Minuten vor Landung bekamen wir dann Papiere für unsere Einreise. Diese müssen wir vorher ausfüllen und am Flughafen in Japan gewährt man uns dann entweder, dass wir ins Land dürfen oder lehnt uns ab. Ernste Geschichte. Die Japaner sind da streng. Wer eine kriminelle Vorgeschichte hat, braucht sich eigentlich gar nicht erst auf die Reise machen, denn solche Leute werden hier aussortiert.

Am Haneda-Flughafen in Japan angekommen, habe ich erstmal eine Toilette aufgesucht. Mir wurde hier sehr schnell bewusst, dass ich tatsächlich in Japan bin. Alter Schwede waren das geile Toiletten. In der Toilettenkabine hatte man wahnsinnig viel Platz sich hin und her zu bewegen und das Klo selbst war ein Traum. Sauber und technisch super ausgestattet mit Popodusche und allem anderen Schnickschnack. Sobald ich mich gesetzt hatte ging „Otohime“ los und tat ihre Arbeit. Für diejenigen die nicht wissen, was das ist: Hier ist die Antwort!

Nach meinem spannenden Toilettengang machten wir uns auf Richtung Einreisekontrolle. Man gewährte uns beiden ein 90-Tage Visa. Vielen Dank. 🙂 Unser Gepäck habe ich auch relativ schnell finden können. Jetzt müssen wir nur noch vom Flughafen zum Apartment kommen, dass wir über Airbnb gebucht haben. Aber wie? Mit der U-Bahn klar. Aber welche genau? Wir schauen auf unserer ausgedruckten Wegbeschreibung nach und werden nicht sehr schlau daraus. Neo fragt kurzerhand bei einer freundlichen Dame am Busticket-Schalter auf Englisch nach und sie erklärt unsere Reiseroute. Wir müssen zweimal umsteigen. Oh. Na gut. Letztendlich stellte sich das alles als gar nicht so furchtbar schwierig heraus, denn in jeder Bahn gibt es elektronische Anzeigetafeln auf denen der nächste Stopp einmal in Kanji und einmal in romanischen Buchstaben steht. 😛 Das ist also alles machbar ohne Japanischkenntnisse. Und ein paar Zeichen kann ich ja auch lesen, von daher… Wir haben uns übrigens dafür entschieden „Passmo“ zu benutzen. Das ist eine Karte mit einem gewissen Guthaben mit dem man Bahn fahren kann. Der Betrag wird sobald man durch die Schranken an der Station geht automatisch abgezogen. Man kann die Karte jederzeit an einem Automaten wieder mit Geld aufladen.

An der Station Shimokitazawa angekommen, sollten wir nur noch ca. 15 Minuten zu Fuß gehen um zu unserem Apartment zu kommen. Irgendwie haben wir es trotz super einfacher Route geschafft uns kurzzeitig etwas zu verlaufen. War aber keine große Abweichung wie ich feststellte nachdem ich Google Maps befragte. Wie ich das gemacht habe? Offenes WLan-Netz gesucht, gefunden, verbunden, App geöffnet. Vor Reisebeginn sagte man uns, dass das mit dem freien WLan in Japan schwierig ist. Ich bin mir unsicher, ob das stimmt. Aber ab hier sollte das eh kein Problem mehr sein, denn in unserem Apartment wartet schon Pocket-Wifi auf uns.

Den Schlüssel für unser Apartment fanden wir wie angegeben im Briefkasten. Alles sah exakt so aus, wie wir es erwartet haben. Nur eine Sache hat uns sehr verwirrt. In Japan gehen Schlösser andersherum auf… Das hätte man uns sagen können finde ich. Wenn man in Deutschland versucht ein Schloss zu öffnen dreht man den Schlüssel immer in die Richtung weg vom Schloss, richtig? In Japan dreht man den Schlüssel in die entgegengesetzte Richtung. Es fühlt sich beim Aufmachen so an als würde man abschließen. Versteht man was ich meine? ^^°

Jedenfalls sind wir angekommen. Alles ist sauber. Alles ist schön. Hier können wir bleiben. Die Schnitzeljagd ist hiermit erstmal vorbei.

Bis bald

Kasumi

Schnitzeljagt Part 1

Hallo werter Leser!

 

Wie bereits im letzten, sehr umfangreichen (höhö), Blogeintrag angedeutet haben wir uns gestern – wann auch immer das war- auf den Weg nach Tokyo in Japan gemacht.

 

Unser Weg fing am Braunschweiger Hauptbahnhof an. Hier sind wir in den Zug nach Frankfurt am Main gestiegen. Ohne Sitzplatzreservierung. Da ich sagte: „Brauchen wir nicht.“ Tatsächlich war der Zug ganz schön voll, aber nachdem wir ein paar Stationen standen, hat sich das Zugpersonal darum gekümmert, dass wir auch noch in einem Abteil zusammen unterkommen. Dort wo wir saßen waren die Plätze erst ab Basel reserviert… bis dahin sind wir lange draußen. Mit im Abteil saß ein amerikanisches Ehepaar und eine junge Hipster-Studentin. Die Fahrt verlief ziemlich ereignislos. Bahn fahren halt…

 

Am Flughafen in Frankfurt angekommen mussten wir uns erstmal orientieren. Wo ist hier was? In welche Richtung müssen wir? Wie läuft das eigentlich ab? Warum ist das hier alles so groß und weitläufig? Hilfe? Hilfe war aber nicht weit. Hilfe saß in Form eines netten Herren am Infoschalter und am Air China Check-In. Ja wir haben unseren Flug mit Air China angetreten. Der Preis war günstig und die Flugdauer (14-16 Std.) angemessen.

 

Bevor wir jedoch zu unserem Flieger durften mussten wir erst einmal durch einige Sicherheitskontrollen.

 

Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben und erfahren haben, dass wir im Flieger nicht mehr nebeneinander, sondern höchstens hintereinander sitzen können, wollte man unser Handgepäck durchleuchten – und uns auch. Wir haben also brav unsere Rucksäcke und Taschen in eine Wanne gelegt, elektronische Geräte und anderen Kleinkram in eine zweite Wanne. Danach mussten wir selbst in den Scanner. Alles okay soweit und man hat auch nix zu meckern gefunden, aber meine Schuhe wollten sie auch gerne nochmal durchleuchten, wegen der hohen Sohle. Könnte ja was drin versteckt sein. Ich also weiter meinen Rucksack einsammeln – ohne Schuhe. Meine Schuhe kamen dann zusammen mit Neo und seinem Kram bei mir an. Das Personal war die ganze Prozedur über unheimlich freundlich zu uns beiden. Und das trotz Neos Ledermantel, der die Leute sonst eher etwas verstimmt.

 

Als nächstes folgte die Passkontrolle. Jeder der einen EU-Pass besass, konnte diese selbst durchführen. Einfach den Pass in den Scanner halten, kurz in eine Kamera lächeln und dann darf man auch schon durch die Schranke…

 

Das klingt alles so simpel, aber es graut mir fürchterlich bei dem Gedanken wie viele Daten an diesem Punkt schon von mir gesammelt wurden…

 

Jetzt mussten wir zu unserem Gate finden. Am Gate angekommen hat Neo eine Mitarbeiterin des Flughafens nochmal gefragt, wie das ab hier abläuft. Sie sagte unser Flug wird aufgerufen und wir müssen uns dann in einer Schlange anstellen.

 

Der wurde auch aufgerufen. Auf chinesisch. Wir fliegen ja mit Air China. Irgendwann kam auch eine Durchsage auf Englisch, aber da hatten wir uns schon zu den Chinesen in die Schlange gestellt. Wird schon richtig sein…

 

War es auch. Wir durften jetzt tatsächlich in den Flieger und unsere Plätze suchen. Ein Traum. Das Flugpersonal hat uns freundlich auf Englisch begrüßt, im Hintergrund lief entspannende Fahrstuhlmusik und langsam füllte sich der riesige Flieger mit hauptsächlich chinesichen Passagieren. Wir saßen wie gesagt hintereinander. Also habe ich mich ab und zu umgedreht um zu schauen, ob bei Neo alles okay ist. Das hat mein Sitznachbar am Fenster mitbekommen und fragte kurzerhand: „Are you together?“ Ich: „Yes.“ Er: „Do you want to change seats?“ … Hallelujah! Ja wollen wir. Wollen wir ganz dolle. Danke danke danke danke danke danke danke danke danke. Und da soll noch einer sagen Chinesen wären unfreundlich. Tz.

 

Der Flug Richtung Peking ging jetzt tatsächlich los. Alle Ansagen wurden zweisprachig durchgeführt. Immer zuerst auf Chinesisch und anschließend auf Englisch. Vor uns waren im Sitz so kleine Bildschirme eingearbeitet. Hier konnte man sich Filme oder Musik auswählen mit denen man sich im Flieger die Zeit vertreibt. Das Personal von Air China war sehr freundlich zu uns. Nicht übertrieben freundlich, aber total angemessen nett und sachlich. Hat mir sehr gefallen. Zuerst wurden wir von ihnen mit Wasser versorgt. Man hätte aber auch Bier, Wein, Tee, Saft, usw verlangen können. Kurze Zeit später wurde das Essen durch die Gänge geschoben. Wir haben „Rice with beef“ gewählt. Das war aber nicht alles was sich auf dem Tablett befand das man nun vor uns stellte. Dazu gab es noch ein kleines Brötchen mit Butter, einen Salat mit Lachs, ein Stück Kuchen und natürlich Besteck mitsamt Servietten und Erfrischungstücher. Oh und einen einzeln verpackten Zahnstocher. Jaaahaaa~. Das Essen hat fabelhaft geschmeckt, der Kuchen war zum dahinschmelzen. Total fluffig und lecker. Das Brötchen war auch super. Und den Salat hab ich stehen gelassen. 😛

 

Nachdem das Essen abgeräumt wurde, ist es dunkel geworden im Flieger. Wir konnten jetzt schlafen oder uns die Zeit mit dem Unterhaltungsangebot im Flugzeug vertreiben. Ich habe beides ausprobiert. Schlafen war nicht ganz einfach. Ich bin oft eingeschlafen, aber auch genauso oft wieder aufgewacht. Also so vier bis fünf mal mindestens.

 

Als die künstlich herbeigeführte Nachtruhe zuende war, gab es Frühstück. Genau das was ihr da oben seht. Das ist das „Western Breakfast“ mit Pancakes statt Reis mit Gemüse, was sie als „Eastern Breakfast“ bezeichneten. Hat mega gut geschmeckt. Ich war allein nach den Pancakes so satt, dass ich nichts mehr essen konnte.

 

To be continued

5 Jahre Stratum0 – Parteyyy mit Cyber Nerds

Hallo und herzlich willkommen werter Leser! ^.^/

Dies wird ein Eintrag zur – naja man sieht es ja schon im Titel – Party im Stratum0 anlässlich dessen fünfjährigen Bestehens.

Hä? Stratumwas? Na Stratum0!

King Julien likes to cyber cyber… and all the nerds too.

Wir wurden freundlicherweise (mal wieder) von Cornie gefahren und sind mit TV, Videorekorder (plus Kassetten), Laptop, Mischpult, Dicso-Kugel und Laser-Pod ausgestattet um ca. 18:20 Uhr eingetroffen. Schon beim Betreten der Räulichkeiten wird einem ganz schnell bewusst wo man hier ist. Der Eingang war sehr hübsch mit gelben Klebeband mit der Aufschrift „CYBER CYBER CYBER…“ dekoriert. Und dann erst diese prachtvollen Warnwesten ebenfalls mit der Aufschrift „CYBER“ (bzw. „CYBIER“), wovon Neo sich auch gleich mal Eine (für die Arbeit) geschnappt hat. Jaja… unter Nerds wird „Cyber-Sicherheit“ großgeschrieben.

Nachdem wir diese wunderbare Deko eine Weile bewundert hatten, wurde erstmal der (CRT-)TV mit Videorekorder aufgebaut. Und das direkt im Flur neben den Sofas. Sah gut aus. Videokassetten hatten wir (wie bereits erwähnt) natürlich auch im petto. Die meisten davon hatten Neo und ich erst vor einiger Zeit im fairkauf entdeckt, darunter: Sailor Moon, Ghost in the shell, Masters of the Future. Zusätzlich hatten wir noch eine Kassette, die Neo 1999 aufgenommen hatte mit u. a. Armitage III, Bubblegum Crisis, Riding Bean oder Gun Smith Cats. Damals liefen nämlich auf VOX nachts noch Anime und Klein-Neo hatte, da er ja ganz brav schlafen war, den Videorekorder programmiert.

Für den Laser-Pod und die kleine Disco-Kugel wurde nach einigem Überlegen auch ein Platz gefunden. Nun konnte Neo uns in aller Ruhe den Space zeigen. Auflegen wollte Neo erst später, also hat er das erstmal vernachlässigt. Schließlich waren auch noch ktrask und leloup zum Musik machen da. Kein Problem.

So… und was macht man jetzt auf so ner Party? Ich muss ja gestehen, dafür bin ich wohl der schlechteste Ansprechpartner. Denn von Party machen hab ich mal so gar keine Ahnung. Ich habs mir erstmal auf den Sofas im Eingang bequem gemacht und Sailor Moon geschaut. Irgendwann Hunger bekommen und was zu Essen geholt… joa. Zwischendurch sind mir immer wieder Nerds über den Weg gelaufen, aber die waren alle ganz lieb und flauschig. Mit denen kann man sich sogar sehr gut unterhalten. War angenehm. Ich war auch sehr beeindruckt von der selbstgehackten Wurst. Hat gut geschmeckt. 😀 Später auch noch Pommes gegessen. Die waren auch super. Selbstgehacktes Bier gab es auch. Wie das schmeckte? Keine Ahnung, musste Neo fragen.

Foto von DooMMasteR

Irgendwann -es war auf jeden Fall noch vor 0:00 Uhr- kamen zwei Polizisten vorbei. Die Musik sei zu laut. Kein Problem. Die Fenster wurden geschlossen und die Musik erstmal etwas weniger laut gespielt. Kurz nach 0:00 Uhr (das weiß ich noch ziemlich genau) hat Neo aufgelegt. Er hatte Musik für etwas über eine Stunde vorbereitet. Die Tanzfläche war in der Zeit relativ gut gefüllt, da Cornie die Leute tatkräftig dorthin lockte. 😀 Und ja… in der Zeit war ich auch auf der Tanzfläche anzutreffen. Wollte unbedingt dabei sein, wenn Neo auflegt. ^.^ Während des letzten Liedes ist Neo selbst auf der Tanzfläche rumgesprungen. Es war dieses hier.

immer diese neobechstein-cosplayer.

Die nächsten Stunden sind irgendwie ziemlich schnell vergangen. Ich weiß noch das wir Menschen mit dem „Hacking is not a crime“-Stempel belästigt haben… bzw. haben die sich davon gar nicht gestört gefühlt, sondern willig ihren Arm hergehalten wenn sie gestempelt werden wollten. Wir haben noch ein paar (nicht mehr ganz so tiefgründige) Gespräche geführt und plötzlich wars auch schon ziemlich spät… oder früh, je nachdem wie man das betrachtet. Cornie hat sich netterweise bereit erklärt uns auch wieder nach Hause zu fahren. Es war zu dem Zeitpunkt ungefähr 5:00 Uhr morgens. Joa. War auch entsprechend hell draußen. Das war etwas komisch. ^^°

Naja egal. Wir konnten ausschlafen. Ist ja schließlich Wochenende. 😀

Bis demnächst

Kasumi*

viel zu später Japan-Tag-Eintrag

Eigentlich hatten wir das anders geplant… nämlich so das wir direkt am nächsten Morgen bzw. Mittag nach dem Japan-Tag einen Eintrag zu unserer Reise schreiben. Naja…

Am 21. Mai 2016 fand in Düsseldorf der Japan-Tag statt. Wir beschlossen sehr kurzfristig zu diesem Anlass doch noch einmal Düsseldorf zu besuchen. Neo hat also versucht schnell noch eine Möglichkeit zu finden günstig dorthin zu kommen. Bahn war zu teuer. Fernbus auch. Blieb also nur die Möglichkeit eine Mitfahrgelegenheit aus dem Netz zu suchen. Das tat der liebe Neo auch und passenderweise fuhr unsere Mitfahrgelegenheit sogar am selben Tag noch zurück. So hatten wir sehr günstig eine Hin- und Rückfahrt in der Tasche.

Unsere Fahrt dauerte ungefähr 3-4 Stunden. Schon bei der Ankunft in Düsseldorf, konnte man folgendes Plakat erblicken:

Wir ließen uns von unserem Fahrer in der Nähe des Hauptbahnhofs absetzen, wo wir nun zuallererst mal ein WC und eine Bank aufsuchen wollten, zwecks Bargeldmangel. Nach kurzem suchen, fanden wir beides und kurz darauf auch noch V – eine Freundin von mir aus Ausbildungszeit, die ebenfalls den Japan-Tag besuchte. Wir haben uns kurzerhand zusammengeschlossen und gingen nun zu dritt erstmal das japanische Viertel ab.

Unser Weg führte uns zuerst in diverse japanische Einkaufsläden, wo wir uns mit süßem und salzigem Proviant ausstatteten.

Auf den Straßen und in den Läden bot sich dabei überall dasselbe Bild: alles voller Verrückter. 😀 Außerdem waren vor fast allen Läden noch kleine Stände aufgebaut, an denen man diverses Merchandise oder knuffelige Plüschtiere ergattern konnte.

Eine Straßenkünstlerin hatte die Gunst der Stunde genutzt und mit ein paar netten J-Pop-Liedern die Japan-Tag-Besucher erfreut. 🙂

Nachdem wir uns eine Weile durch alle möglichen Läden geschaut und gefuttert haben, entdeckten wir eine Ausstellung anlässlich dieses Tags. Da haben wir natürlich reingeschaut.

Es wurden einige sehr hübsche Kunstwerke ausgestellt und wenn man denn wollte, konnte man sich mit einigen der Künstler unterhalten oder ein Autogramm holen.

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Rheinufer. Den Weg dorthin zu finden war gar nicht so schwer. Entweder man folgt den verkleideten Menschen oder verlässt sich auf jemanden mit gutem Orientierungssinn -mich- und schon ist man da. 😀

Am Rheinufer angekommen bot sich uns dann folgender Anblick:

Menschen. Überall Menschen. Es ist voll. Das gesamte Ufer war komplett überfüllt. Insgesamt waren wohl ca. 750.000 Besucher gekommen. Ab hier war es nicht mehr so entspannt. Man musste sich vorsichtig durchdrängen und aufpassen, dass man zusammenbleibt. Zwischendurch gab es einige kleine Stände… die in der Masse jedoch fast zu verschwinden drohten. Überall liefen kleine Mädchen/Jungs mit „Free Hugs“-Schildern durch die Gegend. Irgendein Scherzkeks hatte ein Schild an einen Baum geklebt auf dem „Tree Hug“ stand. Auf diese Einladung konnten sogar wir uns einlassen und so gaben wir dem Bäumchen eine Umarmung. Einige gelungene Cosplays konnte man auch finden.

Zum Cosplay-Wettbewerb waren wir etwas zu spät. Der wurde gerade beendet als wir an der Bühne ankamen.

Wir liefen also noch ein Stückchen weiter. Schauten uns hier und dort ein bisschen um. Bis plötzlich… mir ein Stand mit Bildern und Kalendern auffiel. Bildern von Sailor Grandpa! Ich hab sofort ganz aufgeregt Neo angequatscht. „Hey guck mal! Kennste den? Kennste den? Kennste den?“ 😀 Neo ganz kühl: „Ja. Der steht da.“ Schockstarre… der stand da wirklich. Der echte Sailor Grandpa. Ich war geflasht, habe ihn angeschaut, gelächelt, ihm freundlich zugewunken. Er lächelt und winkt zurück. Kurz darauf ist er verschwunden. Menno. Eigentlich wollten wir noch ein Foto mit ihm machen. Vermutlich hat er sich vor uns versteckt… D: Schade.

Dafür ist uns Pedo-bär vor die Linse gelaufen.

Ja… Wir sind dann nochmal zurück ins japanische Viertel gelaufen (weniger Menschen) und haben noch ein paar hübsche Mitbringsel für Zuhause eingekauft. Der absolut beste Fund: ein Stocking-Plüschie aus der Serie „Panty & Stocking with Garterbelt“.

Am Hauptbahnhof trafen wir uns mit unserer Mitfahrgelegenheit wieder und traten unsere Reise nach Hause an. Freundlicherweise wurden wir tatsächlich bis knapp vor die Tür gefahren. Das war auch echt nötig, denn ich war total platt.

Zusammenfassend kann ich sagen: es war ein sehr spannender Ausflug, aber ich würde nicht unbedingt wieder zum Japan-Tag nach Düsseldorf fahren. Es waren einfach zu viele Menschen da. Viel zu viele. D:

Bis demnächst

(=^.^=)/~*~

Kasumi*

Eintrag zur Hochzeit (mit nur 9 Wochen Verspätung!)

Hallo!

Dies hier soll der Eintrag zur (schon lange verstrichenen) Hochzeit werden. Selbige fand am 29.02.2016 um 10 Uhr statt. Geheiratet wurde standesamtlich. Eine kirchliche Trauung wäre in meinen Augen erstens heuchlerisch, wenn nur einer davon überzeugt ist und zweitens sehe ich auch keine Möglichkeit dafür. Ich meine… wer soll das denn machen? ^^° Die Evangelische Kirche? Nope geht nicht. Neo ist ausgetreten. Die katholische Kirche? Geht überhaupt nicht! Niemand hier ist katholisch oder hat vor das zu werden. Freikirchlich? Nee sorry, das geht gegen meine Überzeugung. Eine Tempelhochzeit? Mission impossible. Also ich denke, dass was wir gemacht haben ist schon am vernünftigsten.

Schon am Abend zuvor hat Neo eine wunderschöne Timetable erstellt, damit an diesem morgen alles glatt läuft und sich niemand verspätet. Die Kinder wussten genau, wann sie sich anziehen müssen und wie viel Zeit zum frühstücken da ist. Wir wussten genau wann was dran ist und auch unsere Fahrerin, Cornie (vielen Dank nochmal), wusste genau wann sie bei uns sein musste. 😀 Hat super geklappt.

Wir waren circa 9:45 Uhr schon am Standesamt und wurden von den ersten Gästen freundlich begrüßt. Auf dem Weg ins Trauzimmer bot eine Fotografin ihre Dienste an. Sie tat dies auf eigenes Risiko. Sollten wir mit den Bildern nich zufrieden sein, brauchen wir auch keine bestellen. Kein Ding. Sie durfte also bleiben und Fotos machen. Wie sich später herausstellte waren ihre Bilder tatsächlich eher… wie sagt man das freundlich wenn man „hässlich“ sagen will? ^^° Glücklicherweise war sie nicht die einzige mit Kamera vor Ort. Die schönsten Fotos des Tages wurden letztendlich von meinem Bruder und Hobbyfotografen D geschossen. 😀

Von der Zeremonie selbst kann ich nicht so viel erzählen. Ich habe nämlich nicht besonders gut aufgepasst. War halt zu beschäftigt damit nervös mit den Füßen auf- und abzuwippen. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir gefragt wurden, ob wir das wirklich wollen und beide dies bejahten. Und das taten wir laut und deutlich… aus Schiss man könnte alles abbrechen sollte unser „Ja“ nicht laut und deutlich genug gewesen sein.

Kurzer Einschub: Ich hab vergessen unsere Trauzeugen zu erwähnen. Die wurden von uns natürlich rechtzeitig und sorgfältig ausgesucht. Neo wählte seinen besten Freund und auch mir fiel die Wahl nicht schwer… denn ich habe meine beste Freundin gefragt. Beide haben sich bereit erklärt das zu übernehmen und ich bin sehr froh darüber. 🙂

Ähm… zurück zum Ja-Wort. Ich hab wirklich keine Ahnung mehr wie das abgelaufen ist. Haben wir direkt danach unsere Ringe bekommen und angesteckt oder hat sie noch irgendwas anderes gesagt? I don’t know. :/ Auf jeden Fall haben wir am Ende nochmal unterschrieben. Und damit war dann alles besiegelt und unsere Gästen durften uns gratulieren. War sehr nett mit euch allen. 🙂

Anschließend wurden noch ein paar Gruppenfotos geschossen. Was man halt so macht um so einen besonderen Tag festzuhalten. ^^ Für die Kinder ging es danach in die Schule. Und für uns? Nach Hause. Erstmal durchatmen. So viele Menschen. Soviel Trubel. Hilfe… Oh und natürlich erstmal dick Essen bestellen und auf der Couch rumgammeln. Schööööön. 🙂

Hmmm irgendwie fehlt es diesem Eintrag noch an emotionalem Gesülze. Es geht hier schließlich um eine Eheschließung. Eigentlich müsste ich ja noch schreiben, wer alles in Tränen ausgebrochen ist… aber da war keiner. ^^° Neo war zwar kurz davor, aber hat sich schnell wieder gefangen und auch ich bin erstaunlich ruhig geblieben*. Kam mir fast schon wie eine Pflichtübung vor. Wir wollten halt heiraten und das haben wir getan. Finde da muss man nicht unbedingt soviel rumheulen. Letztendlich haben wir schon davor beschlossen, dass wir immer zusammen bleiben wollen und haben es jetzt lediglich rechtskräftig gemacht. Wir sind ein Team, beste Freunde und gehören einfach zusammen. Und so soll das auch bleiben.

Kasumi

*Nachtrag von Neo: Geheult habe ich erst zwei Tage später, als uns einige Fotos von unseren Gästen zugespielt wurden. Wir waren kurz davor in einem Second Hand Laden und ich hatte ein paar Vinyls gekauft. Als wir die Fotos begutachteten lief gerade „Codo … düse im Sauseschritt“ von der Band „Deutsch-Österreichisches Feingefühl“. In dem Moment liefen mir die Tränen über die Wangen und der Song wurde kurzerhand zu „unserem“ Song deklariert.

…und wieder zurück

Sooooooooo~

Wir hatten jetzt also einen spannenden Tag in Düsseldorf (inklusive abends noch ein bisschen durch die Gegend irren und billiges Asia-Food kaufen), aber nun mussten wir ja auch irgendwie wieder nach Hause kommen.

Oh und ganz vergessen: Wir mussten aufgrund unserer reichhaltigen Einkäufe tatsächlich noch zusätzliches Gepäck kaufen.

Ein nüüüdlicher Rucksack mit Mickey Mäusen drauf

Äh ja kurzer Einschub, züruck zum Thema: Wir haben pünktlich um Elf ausgecheckt. Dann erstmal zur Post um Karten an unsere Liebsten und Allerliebsten zu verschicken. <3 Darauf folgend haben wir erstmal lecker Frühstück bei Burger King besorgt. ^^ Das Schöne daran: Wir waren uns sofort einig, dass wir eher zu Burger King gehen, als zu McDonalds, weil das Essen beim Burger King fettiger schmeckt. 😀 Endlich jemand der mich versteht. <3

Am Bahnhof gab es kurze Verwirrung, denn wir wollten ja mit dem Zug nach Köln und plötzlich stand bei der Fahrinformation es gäbe da irgendwelche Probleme… die es letztlich nicht gab. Egal. Wir sind also erstmal nach Köln weitergefahren, denn von dort sollte uns jemand mit nach BS nehmen.

Hier noch paar Büldchen von der Szenerie:



Am Kölner Hauptbahnhof angekommen, musste Neo-chan noch eine kleine Lektion lernen (wobei… ich glaube das is vllt der falsche Ausdruck). Merke: Snack-Automaten ist nicht zu trauen! Die nehmen auch dein Geld, ohne dir einen Snack zu geben und rücken es nicht mehr raus. Fies. D:

verraten und betrogen vorm besagten Automaten

In Köln hab ich aber erstmal gestaunt: Wir sind hier ja direkt am Dom! (OoO) Oh my goodness! …erstmal Foto machen.

voll schwer diese Monstrum ganz drauf zu kriegen

Von hier wurden wir dann von unserer Mitfahrgelegenheit aufgesammelt. Jetzt hieß es noch n paar Stündchen labern und schlafen bis wir in BS angekommen waren. Waren glücklicherweise zwei sehr nette Mädels mit denen wir im Auto saßen. 🙂 …tja und jetzt hocken wir in BS rum und bereiten das Ganze etwas nach. Evtl (hoffentlich!) folgt heute oder morgen noch ein Eintrag von Neo-schätzchen. <3

Bis dann ^^/

Kasumi*

Zwei Deppen in Düsseldorf

Hallo werter Leser! 😀

Dies ist nun also der erste Bericht unserer Reise ins nicht-ganz-so-ferne Düsseldorf. Die Anreise erfolgte mit der Bahn, die durch nur sehr geringe zeitliche Verzögerungen unseren Zeitplan nicht durcheinanderbrachte. Der gute NeoB hat jedoch mit Sicherheit den ein oder anderen Mitfahrer durch sein intelligentes Verhalten (mal Probieren wie Desinfektionsmittel schmeckt, schmeckt übrigens nicht) durcheinandergebracht.

Untergekommen sind wir im Bahn-Hotel in der Karlstraße, dass wundervoller Weise seeeehr nah am Hauptbahnhof und am japanischen Viertel liegt. Zimmer sind hier sehr billig und das sieht man auch… Für den Preis aber erträglich und man kann sich wenigstens sicher sein, DASS hier geputzt wird. Es roch nach dem Betreten nämlich herrlich nach Chlor. (Im Zug roch es eher nach Urin und Wurst. Da war das schon ne nette Abwechslung. ;))

Neo-chan und ich waren nun in mehreren japanischen Supermärkten und haben einiges an coolen Stuff eingekauft. Wir waren im Shochiku, Hanaro Markt und DaeYang.

Hier Bülder:



Es gab neben japanischen Lebensmitteln auch viel Zeug aus Korea. Im Shochiku gab es sogar Hygieneartikel. Hier der Beweis:

Und so sah das restliche Sortiment aus:

DaeYangShochiku

 

Außer den Supermärkten und ihr reichhaltiges, spannendes Sortiment haben wir uns unter anderem für Comic und Bookshops begeistern können. Wir waren im Bookstore Nippon und haben Nics Comicladen besucht, der leider am Montag geschlossen hat. Über Nics Comicladen war jedoch ein Laden vollgepackt mit Boardgames und andern krassen Shit, also mit andern Worten: wir waren im Nerd-Heaven.

Seht selbst:



Im Bookstore Nippon durfte man leider nicht fotografieren, deshalb hier nur ein Büld vom Schüld:

Eigentlich isses recht einfach hier viel krasses Zeug zu sehen. Man muss nur die Immenstraße runterlatschen. Überall sind asiatische Restaurants und mehr. Seht:

Unsere Ausbeute am Ende dieses langen, anstrengenden und mega-aufregenden Tages, sieht übrigens so aus:

Neidisch? 😉 Tja dann begebt euch doch selbst mal ins Abenteuer Düsseldorf!

 

Bis demnächst

Kasumi*